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NN-Rockbühne: Delamotte aus Neumarkt sind Sieger, Platz 2 geht...

  • NN-Rockbühne: Delamotte aus Neumarkt sind Sieger, Platz 2 geht an Pez

    NN-Rockbühne: Delamotte aus Neumarkt sind Sieger, Platz 2 geht an Pez

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    NN-Rockbühne: Delamotte aus Neumarkt sind Sieger, Platz 2 geht an Pez

30. November 2018

NN-Rockbühne: Delamotte aus Neumarkt sind Sieger, Platz 2 geht an Pez

Delamotte aus Neumarkt sind Sieger des NN-Bandwettbewerbs, auf Platz 2 landete Pez aus Ansbach. 25 Jahre NN-Rockbühne – doch für Sekt und Schnittchen blieb beim großen Finale am Wochenende im Nürnberger Musikclub Hirsch keine Zeit: Es galt, den beziehungsweise die Sieger des laufenden Jahrgangs zu ermitteln. Der 1. Platz ging erneut in die Oberpfalz.

Wie schon die Vorjahressieger The Mimics kommen auch Delamotte aus Neumarkt in der Oberpfalz — und spielten sich im Finale der NN- Rockbühne souverän nach ganz oben aufs Siegertreppchen.

NeuPop haben die fünf Musiker ihre deutschsprachige Rockmusik mit dominanten Keyboards getauft, die ein wenig an die österreichischen Indie-Darlings Wanda erinnert, allerdings ohne deren (Wiener) Schmäh und ohne deren Suff, dafür mit der ein oder anderen Schräge im Sound.

Immer wieder kommt in den Lieder von Delamotte ein Break, wo man es nicht erwartet. Die Arrangement sind ausgecheckt, die Taktart bleibt gerne auch mal ein wenig krumm, dafür kommt der Gesang mehrstimmig. Überhaupt macht der Sound der fünf Neumarkter immer mehr Spaß, je länger sie spielen. Man darf sich auf ein Wiedersehen mit Delamotte bei Rock im Park 2019 freuen.

Ansbach macht alles richtig
Die Band Pez um den Ansbacher Sänger und Songwriter Peter Geyer landete mit ihrem frischen, gutgelaunten Country Folk Crossover auf dem zweiten Platz und freut sich über einen Auftritt beim nächsten Taubertal Festival. Auch hier gilt: Sympathisch, praktisch, gut. Sänger, Gitarrist und Bandchef Peter Geyer (ursprünglich war Pez sein Ein-Mann-Projekt, das er jedoch zuletzt um eine Begleitband erweitert hat) präsentiert sich vom Fleck weg als sympathischer Frontmann, der die Zügel fest im Griff hält. Zwar nervt seine penetrante Mitmachbettelei ab der ersten Nummer, doch laut dem großen Rock’n’Roll-Lehrbuch macht der Bub soweit alles richtig – inklusive sauber gesetzter Solospots, Lob für die anderen Bands des Abends, Dank an die Techniker sowie einer „spontanen“ Akustik-Einlage im Saal, wo das Quartett inmitten der Zuschauer Dylans „Wagon Wheel“ unverstärkt darbietet.

Für manch ein Jurymitglied mag das alles viel zu glatt und viel zu kalkuliert wirken, doch wenn man während des Auftritts von Pez in die ersten Reihen guckt und dort all die hübschen Mädchen sieht, die den Sänger im Kollektiv anschmachten, dann muss der junge Mann offensichtlich irgendetwas richtig gemacht haben. Für ihn und seine Musiker ist der zweite Platz bei der NN- Rockbühne ein satter Sprung auf der Karriereleiter: Zwar haben Pez eifrig Lieder geschrieben, bislang jedoch noch kein einziges davon im Studio aufgenommen...

Herrlich unprätentiös
Nicht ganz gereicht hat es nach Jury-Punkten für das Fürther Trio Berry Season, das gleichwohl mit ausgefeiltem, handwerklich vorzüglich gestricktem Pop-/Funk Rock und zwei ausgefuchsten Gastmusikern wie schon in der Vorrunde einen bleibenden Eindruck hinterließ. Großartig, wie die herrlich unprätentiös aufspielende Band um Sänger und Gitarrist Andreas Werner von jetzt auf gleich von leise auf laut und wieder zurück schaltet.

Aus Velburg kommen die Alternative Rocker Looking for Alaska, die auf der Hirsch-Bühne ebenfalls einen engagierten Showcase hinlegten. Ihre Lieder, die nur so von Melodien und Emotionen strotzen, könnten indes durchaus noch das ein oder andere Pfund musikalischer Härte vertragen.

A propos Showcase: Beim Finale der NN- Rockbühne hat jede Band 35 Minuten Zeit, um Publikum und Jury von sich zu überzeugen. Das Aufgebot für dieses Endspiel setzt sich aus den drei Erstplatzierten der drei Vorrunden sowie dem besten Zweitplatzierten zusammen. Um es mit den Worten eines Weinkenners zu sagen: 2018 war ein guter Rockbühne-Jahrgang.

Quelle: Stefan Gnad // Nürnberger Nachrichten

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