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Dieter Vatter

  • Musiker: Dieter Vatter

    Musiker: Dieter Vatter

    Es kommt noch was!

21. September 2022

Dieter Vatter

Kommt da noch was oder war´s das jetzt? Die Frage kann sich ein Musiker schon mal stellen, wenn er seit rund 50 Jahren auf der Bühne steht. Für Dieter Vatter kann es darauf nur eine Antwort geben: Es kommt noch was!

Muss es auch, denn plötzlich sind Themen wieder brandaktuell, die man schon in der Mottenkiste der Geschichte wähnte. Da trifft es sich gut, dass Dieter Vatter schon immer ein politischer Singer Songwriter war und geblieben ist. Seine markante Stimme ist fordernd, eindringlich, kratzbürstig und rauh – aber auch voller Zärtlichkeit, Sehnsucht und Poesie. Seine Texte, mit einem Schuss Melancholie und bittersüßer Ironie den Blick auf das Hier und Jetzt gerichtet, haben nichts an Brisanz verloren. Seine klaren Worte gegen Neo-Nazis, Jung- und Alt-Faschisten und den Alltagsrassismus sind heute wichtiger denn je. Für eine klare Botschaft braucht es dann auch nicht mehr als seine Stimme und eine Gitarre.

Ob Kleinkunstbühne oder Straßenmusik, ob Folk-Festival oder Jazz-Club, ob Solo, Duo, Trio oder noch größere Besetzung – Dieter Vatter ist sich in seiner langen, musikalischen Karriere treu geblieben. Ende der 1970-Jahre war es das Duo „Schrott & Spott“, mit der sich kritisch mit der bundesrepublikanischen Realität auseinandersetzte, mit „Wunder, Wahn und Wirklichkeit“ ging es dann weiter kreuz und quer durch die Spielstätten im Land. Für Dieter Vatter war der Super-GAU in Tschernobyl Anlass zur Gründung von „Los Becquerellos“ sein Beitrag zu Auseinandersetzung mit dem Thema Atomkraft. Mit „Ravenheart“ lotete Dieter Vatter das breite Spektrum des Folk-Rock aus, und mit dem Quintett „Harte Arbeit, karger Lohn“ war der „Independent-Chanson“ geboren.

Weiter, immer weiter – könnte der Schlachtruf des Liedermachers lauten. Doch die Schlacht ist seine Sache nicht. Es kommt also noch was. Das ist für Dieter Vatter ebenso wichtig, wie für sein Publikum. Denn nur so ist es möglich, immer wieder mal zu überprüfen, ob der (politische) Kompass noch stimmt.

Nicht die schlechteste Idee, in Zeiten, in denen man sich auf dem Weg zurück in die Zukunft fühlt.

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