Das Motto „Lieb mich wie ein Schmetterling“ ist der Auftrag der Herzwilden Deckbuben (HWD). Das möglicherweise musikalisch inkompetente Doppel-Duo besticht durch banale, bodenlose Texte. Die Bühnenpräsentation ist ausgefeilt, aber geschmacklos, was ein stimmi-ges, abgerundetes Bild ergibt. Nachdem die großen Vorbilder „Die Wildecker Herzbuben“ sich aufgelöst haben, sind die HWD mehr als motiviert, ihre Lieder mit einem eigenwilligen Mix aus Deutsch-Pop-Rock-Schlager mit einem Augenzwinkern zu performen. Dies wird mit neu interpretierten alten Gassenhauern wie „Sonnenschein und Apfelbaum“ oder „Ein kleiner Traum“ ebenso versucht wie mit ihren aktuellen angehenden Hits wie „Bier“, „Ohne Bier“ oder „Iss es auf“.
Dr. Helmut Suppe
Der aus Bochum stammende und derzeit im Allgäu wohnende Dr. Suppe begründete bereits in den späten 60er Jahren des letzten Jahrhunderts das „Cosmic-Feather-Dance-System“, das außer ihm kaum jemand kennt, ge-schweige denn gut findet. Dadurch möchte er mit „postpubertären und mo-dernen Texten“ (Die Zeit) mit „erschreckend kläglichem Niveau“ (Spiegel online) den Menschen „etwas“ (FAZ) näherbringen.
Im bürgerlichen Beruf ist Dr. Suppe als Verkäufer in der Herren-Unterbekleidungsbranche tätig. Zwischen zwei Verkaufsgesprächen findet er immer wieder Zeit, seine Gitarre zu verstimmen. Aber sein Lebenswerk sieht er als Sänger und Entertainer bei den HWD: „Stage is my live - and live is my stage.“
Sunny Mayer
Der mittlerweile in der Nähe von Nürnberg sesshaft Gewordene besticht durch schlichte Eleganz und kühle Erotik, die weiblichen Fans auch mal ein müdes Lächeln entlockt. Mit seiner Darbietung der „postpubertären und mo-dernen Texte“ (Spiegel online) mit „erschreckend kläglichem Niveau“ (FAZ) möchte er den Menschen „etwas“ (Die Zeit) näherbringen. Im bürgerlichen Beruf ist Sunny als Verkäufer in der Herren-Oberbekleidungsbranche tätig. Aber sein Lebenswerk sieht er als Sänger und Entertainer bei den HWD: „Live is my stage - and stage is my live.“
Hugo Sunshine und Shiny Kurt
Unterstützt werden die beiden Jazzpianist*innen seit 2021 durch die beiden schlecht bezahlten Unterstützungsmusiker Hugo Sunshine, nicht mehr ganz so junger Regensburger Performance-Künstler, am Bass und Shiny Kurt aus München an der Gitarre. Shiny wirkt auf der Bühne weniger wie ein Musiker, mehr wie ein dunkler Alchemist, der aus purer Geschwindigkeit und roher Kraft ein Inferno der Klänge erschafft - und das alles aus Liebe zur Musik!

