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The Builders & The Butchers

  • The Builders & The Butchers

    The Builders & The Butchers

    Mittwoch, 06. Juni 2018

06. Juni 2018

The Builders & The Butchers

Die Welt ist ein Pulverfass. Wer hält eigentlich das Streichholz? Die Antwort darauf haben The Builders and the Butchers auf ihrer neuen Platte nicht, dafür lotet das Quintett aus Portland/ Orgeon auf den elf Songs von „The Spark“ den schmalen Grat zwischen Funke und Flächenbrand aufs Spannendste aus. Dass sich das auf so vielen Ebenen als so viel ergiebiger erweist, ist dabei nicht nur der aktuellen politischen Situation in ihrem Heimatland geschuldet.

Ihre musikalischen Anfänge machte die ursprünglich aus dem harschen Alaska stammende Formation um Frontmann Ryan Sollee als „Funeral Band“ in den Straßen Portlands. Nur konsequent also, dass sie sich eher in den dunklen Ecken der Populärmusik eingerichtet haben. Thematisch und textlich bleiben sie dabei traditionell gern metaphorisch bis ominös. Nur eines ist meist gewiss, es sieht nicht gut aus. Auch auf ihrem fünften Album gibt es wieder reichlich von Tod und Teufel, aus Feldern werden Friedhöfe, und über allem schweben Sünde und Verdammnis. Jedoch wären sie nicht The Builders And The Butchers, die die Ambivalenz schon im Bandnamen tragen, würden sie das eindimensional angehen. Ihre düster bis morbiden Geschichten verpacken sie in eine stimmungsvolle und facettenreiche Soundwelt zwischen Folk, Rock, Blues und Bluegrass. In Sachen Instrumentierung schöpfen sie dabei aus dem reichen Arsenal, das die Genres ihnen bieten, ohne sich je ganz den gängigen Konventionen zu beugen. Bei ihnen hat stets alles genau seinen Platz und seine Zeit im organischen Gefüge.

Das Gitarrengerüst mal zornig, mal zärtlich, dazwischen ein intimes Piano, dann wieder die opulente Orgel. Mandoline und Banjo hauchen dem ganzen seine folkige Seele ein und dazu der ewig variierende Herzschlag aus Drums und Percussion. Darüber liegt Ryan Sollees einnehmende Stimme, die mit ihrem stetigen Flackern alles zusammenschweißt ‐ immer auf halbem Weg zwischen dunkler Vorahnung und der nötigen Portion Trotzigkeit.

Mittwoch, 6. Juni 2018
Einlass: 20 Uhr
Eintritt: 10,- € (VVK zzg. Gebühr) / 13,- € (Abendkasse)

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