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Hearts Hearts (AT)

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    Hearts Hearts (AT)

    Mittwoch, 05. Dezember 2018

05. Dezember 2018

Hearts Hearts (AT)

Hearts Hearts das sind David Österle (Gesang, Klavier, Texte), Daniel Hämmerle (Gitarre, Gesang), Johannes Mandorfer (Schlagzeug) und Peter Paul Aufreiter (Bass, Elektronik, Produktion). 2012 fand sich die Band zusammen. Ihr von elektronischen Balladen geprägtes Debüt „Young“ brachte ihnen prompt Vergleiche mit Radiohead und Alt-J ein. Mit „Goods / Gods“ haben sie ihr musikalisches Terrain erweitert. Sie verbinden ihren bereits bestehenden Indietronica-Sound mit schmachtenden Bläsern, Harfen und kontrolliert ausufernden Streicherarrangements.

Die klanglichen Reminiszenzen erstrecken sich dabei von jüngeren Produktionen Bon Ivers über Son Lux bis hin zu Artists wie Cinematic Orchestra oder Jamie XX. Die elf Songs widerlegen die Mär vom angeblich so schwierigen zweiten Album. Schwierig? Schufterei hört man dem Material zumindest nicht an, so selbstverständlich und selbstbewusst klingt es. „Goods / Gods“ überrascht mit seinem Nahverhältnis zu Pop, besticht durch kompositorische Klarheit und Reife. Das von Österle exaltiert übersungene, motorisch-antreibende „Sugar / Money“ und der ekstatische Titeltrack „Goods / Gods“ zeugen davon. Die Band liefert eine gelungene Balance, zwischen musikalisch disparaten Genres wie zwischen Stimmungen von Heiterkeit und Tiefe. Für letztere bürgen auf eindringliche Weise das reduktionistische Intermezzo „Do you often think about /“ oder die harsch-schöne Ballade „Imagine / Many Lives“.

Die Verschränkung von scheinbar Widersprüchlichem kennzeichnet nicht nur die Entstehungsgeschichte der ersten Single „Phantom / Island“, sie hat sich für „Goods / Gods“ zum gestalterischen Prinzip entwickelt. Alle Songtitel sind zweiteilig und mit einem Schrägstrich versehen, was die Paar-Elemente in vieldeutige Beziehung zueinander setzt. Die Texte erforschen Doppelsinnigkeiten, Zwischenräume des Lebens, es geht um gemischte Gefühle und moralische Zwiespälte. „Es geht um ein Denken in Optionen“, so der Gitarrist Daniel Hämmerle. Mit Unentschlossenheit hat das nichts zu tun, dafür klingen die Songs zu klar und fokussiert. Es stecken unzählige kleine Details darin, ohne dabei auszufransen. Im Gegenteil, sie sind bestechend auf den Punkt formuliert. Noch so ein Paradox.

Mittwoch, 5. Dezember 2018
MUZclub
Einlass: 20 Uhr
Eintritt: 5,- € (nur Abendkasse)

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