How To Be A Complete Bastard (CD Review)
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Erscheinugsdatum: 03.04.2009
Genauso cool wie der der amerikanischen Comedy Serie ALF entlehnte Bandname ist auch die Mucke von Frontlady und Energiebündel Kate sowie ihren vier männlichen Mitstreitern. Willie Tanner stehen für R.O.C.K. der hochvoltigen, gleichzeitig aber auch tanzbaren Art, was absolut kein Widerspruch ist. Die aus Bassist Niko und Kesselgerber Andi bestehende Rhythmusfraktion legt eine absolut grunderdig-solide Basis wie eine massive Betonwand, auf der sich dann rasierklingenscharf die Rifffraktion Sergio und Markus austobt - und dazu gesellt sich noch Kate mit mächtig Power in unter den vibrierenden Stimmbändern. Doch Härte ist das eine, Gespür für die Hörschnecke geschmeidig umgarnende Hooks das andere.
Mit beispielsweise "Home Sweet Homeless" hat das Quintett einen echten Tanzflächenfeger für die einschlägigen Soundtempel in der Hinterhand, der trotz seiner Wucht sofort in die Beine geht. Aber auch sonst haben Willie Tanner ne ganze Menge auf der Pfanne, wenn sie in "Icecream Wars" beispielsweise eine durchschlagende musikalische Tiefgekühl-Eisbombe servieren oder im Titeltrack eindringlich erklären, wie man zum vollkommenen Bastard wird, dann wird man als Hörer unweigerlich gnadenlos mitgerissen. Klar, die Konstellation erinnert schon etwas an die Guano Apes und in Punkto dicke Eier, Mördergroove sowie knallige Refrains stehen die Jungs und das Mädel mit dem feuerroten Haarschopf den deutschen Crossover Heroes in nichts nach, Willie Tanner pendeln aber extrem vielseitig und locker zwischen Stilrichtungen wie Metal, Alternative oder Punk hin und her.
Die Lektion "How To Be a Complete Bastard" sollte man nicht versäumen und sie auch ruhig mehrmals wiederholen! www.kaputtrocken.de , www.myspace.com/willietannerrocks
Quelle: Stephan Treu





