Experiment (CD Review)
Erscheinugsdatum: 01.10.2008
Beim Debütalbum des neuen Projektes der Ex- Welle: Erdball - Sängerin Lysz haben zahlreiche alte und neue Weggefährten mitgeholfen. Zum Beispiel steuerten Die Perlen, Drunkness, Der Sternensoldat, Monosex, Decence und X-Tractor musikalische Ideen für "Experiment" bei.
Klingt nach Gothik, ist es auch. Im Prinzip. Vielleicht ist es aber auch lediglich die Kiste, in die Divamee aufgrund von Vergangenem gesteckt wird. Oder sich selbst steckt. „Nicht-Gothiks“ kommt das alles jedenfalls mehr wie Elektropop vor. Schon etwas düster angehaucht, aber das muss ja nicht schaden. Noch gar nicht so lange her, da galt es „Cruel Romantics“ des englischen Newcomers Christopher D Ashley zu besprechen, der auf der Insel als Reinkarnation des 80s Indiewave gilt und als erster Künstler seit Langem in einem Atemzug mit Ultravox genannt werden konnte, ohne das man sich von Grund auf schämen musste. Ein paar Ähnlichkeiten gibt es da schon. „Experiment“ ist noch mehr NDW, nicht nur wegen der teils deutschsprachigen Texte. Auch Instrumental gesehen. Findet sich sogar die ein oder andere Stelle (z.B. bei „Engel“), wo man sich in den hinteren Gehirnregionen irgendwo an Stereo Total erinnert fühlt. Vielleicht einfach mal den schwarzen Mantel noch ein Stück weiter öffnen, als man das eigentlich wollte, da verbirgt sich eine überraschende Ideenvielfalt! Auf jeden Fall aber die SadoMaso-Texte á la „in meinen Träumen leck ich dich“ weglassen. Und - ganz im Gegensatz dazu stehend - die Sozpädnummer aus dem beigelegten Info, mit der besseren Welt und dem Tierschutzengagement, am Besten auch. So was geht normalerweise nach hinten los - egal ob man sich im Mittelfeld der lokalen Liga tummelt oder Aufstiegsambitionen hat. www.divamee.de
Quelle: David Lodhi





