Bands A-Z

Veranstaltungskalender

Mo Di Mi Do Fr Sa So
01 02 03 04 05 06 07
08 09 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 01 02 03 04 05

Veranstaltung eintragen


Login


Regionalcharts - Voting


Ist Eure Band schon in den "Regional Charts" von AfK Max? Dann könnt ihr hier für diese voten:

  • Logo anklicken
  • Band voten
  • Charts hören

MUZforum

Sie befinden sich hier: >> Neues rund um die Musikzentrale.

TRACE

Magnolia (CD Review)

Erscheinugsdatum: 28.03.2008

Magnolien. Sommer- oder immergrüne Sträucher oder Bäume mit großen, meistens direkt an den Zweigen sitzenden, farbenprächtigen Blüten. 230 verschiedenen Arten dieser Pflanzengattung gibt es. Das neue Album der Nürnberger Indierocker Trace beinhaltet zwar „nur“ 11 Tracks, aber auf denen wird eine Vielzahl verschiedener Einflüsse verarbeitet. Da würde es nicht wundern, wenn man am Ende gar auf 230 kommt. Ein Album beginnt immer mit seinem Titel und der trifft es hier wirklich gut.

Breitwand. Das nächste Stichwort, welches sich unüberlesbar beim Durchschauen verschiedener Texte über die Band festsetzt. Währendessen läuft der Opener „Scenario“. „This is my worst case Scenario. I´m too old to run and too young to hold on”. Wer mit den vier Jungs schon mal über dem einen oder anderen Bier versackt ist, versteht das schon richtig und mit einem Augenzwinkern. Wem diese Begegnung noch in seinem Lebenslauf fehlt, dem geben sie im Refrain von „My fairy lanes“ die passende Antwort: „After winter must come spring“. Alles wird gut und nein, es handelt sich hier nicht um eine Tränendrüsenattacke im Stile von Coldplay. Ein Glück. Zurück zur Breitwand, die hat uns bei unserer „Read to Inform“ -Aktion längst eingeholt und erschalt bereits in einigen Facetten aus der Stereoanlage. Wir sind beim fünften Track „Twilight“ und zwischen den Akkorden haben uns bereits Deus, Nickelback, Muse, Jimmy Eat World und Blunt ein „Servus“ durch geschickt. Ein gutes Beispiel für das, was diese fünf Namen für mich aussagen, ist eben dieser Song: Fängt an mit einer Art Telefonstimme und schönen melodischen Gitarrenzweiklängen. Dezenter, minimal zu softer Drumbeat. Dann kommt ein - sorry - übel klingender B-Teil. Übel, weil an einen guten Indie-A-Teil eine Popbridge mit allem, was an schwülstigen Sounds dazugehört, ran geklopft. Aber: großartiger Schlussteil, das Stück geht auf und verzichtet auf jede unnötige Überlänge. Das ist mir bei den meisten der Songs ähnlich gegangen und deswegen stehen da auch Blunt und Nickelback oben in der Fünferliste. Entweder: ein Pop- / Rockalbum, auf dem alles ehr aufgeblasen und künstlich wirkt. Aber würde das passen? Trace können mehr. Viel mehr. Oder: weniger Stadion und mehr Wohnzimmer, weniger Breitwand und mehr Indie. Aus 230 Arten die eine, ganz eigene machen. Eine schwierige, aber bei dem Potential nicht unlösbare Aufgabe.

Homepage:
www.trace-music.net      

Autor: David Lodhi