Die Sieger der NN–Rockbühne 2007 stehen fest: Mit der Coolness angehender Profis schüttelten The Chefhupen aus Dinkelsbühl ihren Auftritt im Nürnberger Musikclub Hirsch aus dem Ärmel – und fanden sich am Ende eines langen Abends verdientermaßen auf dem Siegertreppchen wieder.
Die hoch motivierten Fünf – allesamt Studenten der Berufsfachschule für Musik – müssen in der Finalnacht zwar als Erste auf die Bretter, lassen live jedoch nichts anbrennen. Ihr mainstream-lastiger Deutsch-Pop kommt handwerklich und songtechnisch perfekt auf den Punkt. Vor allem Schlagzeuger Markus Ambrosi ist ein Tier hinterm Kit. Sänger Wolfgang Morenz hat stimmlich die komplette Spannbreite von der Kuschelballade bis zur funkigen Tanznummer drauf. Einem exzessiven Radio-Einsatz sollte hier nichts im Wege stehen, wenn es The Chefhupen denn mal auf Tonträger gibt.
Und dem ist bald so: Neben einem lukrativen Gutschein für Aufnahmezeit in einem professionellen Studio winkt den fünf Freunden auch die begehrte Auftrittsmöglichkeit bei Rock im Park 2008. Ins Studio dürfen auch die vier anderen Bands. Denn: Es gibt zwar einen Sieger, aber keine Verlierer bei der NN-Rockbühne. Insoweit dürfen auch die zweitplatzierten Lefthandright zufrieden sein – vor allem, da das Quartett am Wochenende zuvor das renommierte Erlanger Newcomerfestival für sich entschieden hatte. Dabei war die Show im Hirsch erst der dritte Auftritt der blutjungen Musiker überhaupt. Statt sich – wie das Gros seiner Altersgruppe – hinter lauten Gitarren zu verschanzen, setzt Lefthandright-Sänger, Gitarrist und Bandkopf Marius Strangl (17) auf betont ruhige Klänge. Mit Unterstützung seiner beiden Brüder an Keyboards und Schlagzeug sowie Bassist Jakob als Tieftöner spielte er sich direkt in die Herzen der Zuhörer.
Noch hören wird man in Zukunft sicher auch von The Whittakers. Nicht jeder kann mit der Musik des oberpfälzischen Trios etwas anfangen, der betont schrammelig und im Stil der frühen Hamburger Schule (Tocotronic) gehalten ist. Gerade die Texte von Gitarrist und Sänger Markus Hauf sind es jedoch wert, angehört zu werden – vor allem, weil man sie deutlich versteht. Keinen leichten Stand haben Meadow Lane: Die Nu Rocker aus dem Landkreis Fürth sind die härteste Band des Abends, werden aber nur Vierter. Ein wenig abgeschlagen: Antinoise. Aber die Funk-Rocker aus Wassertrüdingen existieren noch nicht mal ein Jahr lang – da geht noch viel. Ab sofort können sich junge Bands mit einem aussagekräftigen Demo für die Teilnahme 2008 bewerben.
Quelle: STEFAN GNAD






