Das Brückenfestival in Nürnberg füllt inzwischen zum achten Mal das kulturelle Sommerloch inmitten der Haupturlaubszeit im August und ist damit zu einem festen Bestandteil des Festivalsommers geworden. Wie immer bietet die Theodor Heuss Brücke ausreichend Schutz vor zu viel Regen oder Sonne, d.h. das Brückenfestival ist trotz des Open Air Charakters relativ witterungsunabhängig. So kamen auch 2007 trotz Regen über 6000 Besucher unter die Brücke am Nürnberger Pegnitzgrund. Im Jahr 2008 hat sich der Termin aufgrund der späten Schulferien um noch mal eine Woche nach hinten verschoben. Somit fällt das Festivalwochenende in diesem Jahr auf den 15.08. und 16.08..
Am bewährten Konzept wurde kaum etwas verändert. Wie jedes Mal wurde das ganze Jahr vom ehrenamtlich tätigen Veranstalterteam auf anderen Festivals und Livekonzerten nach interessanten Bands gesucht, die sich abseits des Mainstreams und unabhängig von kommerziellen Bewertungskriterien präsentieren. Obwohl sich das Booking des Festivals zwischen allen Musikrichtungen bewegt und von Punk über Country bis Swing ein internationales Line up bietet, verbindet alle auftretenden Bands vor allem bei ihren Liveshows ein hohes Maß an Überzeugungskraft, Authentizität und Bühnenpräsenz, wodurch sie es schaffen ihr Publikum unabhängig von Musikgeschmack und Hörgewohnheiten zu überzeugen.
Nachdem in den letzten Jahren die Poetry Slam Bühne noch mal deutlich an Publikumszuspruch gewonnen hat, entwickelt sich das Programm auf der Extra-Poetenbühne immer mehr zu einem gleichwertigen Programmpunkt und Publikumsmagneten. Egal ob klassischer Poetry Slam oder offene Bühne für spontane Vorträge – die zweite Bühne am Brückenfestival ist längst nicht mehr nur Rahmenprogramm. Durch verlängerte Umbaupausen auf der Musikbühne wird in diesem Jahr noch mehr Zeit für Poeten, Lyriker und Autoren aus ganz Deutschland zur Verfügung stehen.
Abseits der Bühnen wird der Schachstand, das Massagezelt, das Chaizelt, der Secondhandladen, uvm für Beschäftigung sorgen und auch das gastronomische Angebot reicht wieder von regionaler Kost und Getränken bis hin zu vegetarischen und exotischen Gerichten. Am Samstag gibt es für die Kindern eine Kinderbetreuung mit dem Äktschn Bus des Spielmobils und Samstag Nacht um 0.00 Uhr wird in der DESI mit dem Hellfire Club weitergefeiert.
Lineup
Freitag, 15.08.2008
17.00 – 0.00 Uhr:
- Porch
Wirkliche Newcomerband aus Eichstätt spielen Alternativerock mit Elektro Einschlag…
…„Psychedelic trifft auf Kirmesmusik, irgendwo zwischen Geisterbahn und Riesenrad. Den Zuckerwattenstand sollen andere besuchen: Porch biedern sich bei aller Eingängigkeit nicht dem Pop an, sondern schlagen Haken mit fräsendem Gesang und kantigen Gitarren...“
- Inspector Po
Ein „best of“ der Nürnberger Musikszene - bei Inspector Po spielen Musiker von „Blue Manner Haze“, „The Fabulous Chief And His Rotating Ventilators“, „ActionPussyClub“, „Mad Tongues“, „Red Fingers“, „Sexo Y Droga“…
… „kaftvolle "Nü Old Rock"-Songs, einem Touch Country. andere wiederum absolut rockig, sehr gitarrenlastig, mit einem knallharten Beat unterlegt und andere wieder mit einer leichten Melancholie versetzt. Und dieser Sound wird durch die eigenwilligen Texte vollkommen und einzigartig.“
- Bonaparte (CH/D)
In Pop-Songform gepackter energetischer Elektropunk mit hohem Trashfaktor…
…“ Ende 2006 in Barcelona als Idee geboren und in Berlin grossgezogen, entwickelte sich die Hedonistentruppe um den Schweizer Vagabunden mit dem schwarzen Auge zu einem der angesagtesten Geheimtipps des Berliner Underground, spielte von Neuseeland bis zum altehrwürdigen Montreux Jazz-Punk Festival, von der illegalen Party unterm Alexanderplatz bis zur Afterhour am Technorave oder auch mal für Quentin Tarantino persönlich. BONAPARTE erobert und bricht nach alter Manier Herzen und Hüften - Abend für Abend.“
- Friska Viljor (SWE)
2007 haben sie leider kurzfristig wegen Krankheit absagen müssen, dieses Jahr kommen sie aber sicher, dafür als Headliner und mit neuer CD…
…“Attribute wie folkig, theatralisch, melancholisch, tanzbar, kreativ, melodiös und vor allem schräg sind Teil der Beschreibung ihrer Musik. Über ihre Einflüsse sagen sie natürlich, dass sie so frei wie möglich in ihrer Musik sein möchten und die „nichts ist unmöglich“-Philosophie an ihren Songs ausprobieren. Das Debutalbum bravo! zeigt dies dann auch eindrucksvoll und da ein Leben ohne Vergleiche etwas schwierig sein kann, werden friska viljor noch am ehesten mit The Arcade Fire oder den Pixies verglichen, was wir jetzt mal so dahingestellt lassen, denn sicher gibt es schlechtere Vergleiche.“
Samstag, 16.08.2008
14.00-0.00 Uhr:
- Carlos Reisch
Junge neue Band aus Nürnberg mit viel Funk und Soul, deutschen Texten und viel Bläsereinsatz…
… „Die Musik der fünf Nürnberger Jungs ist extrem groovelastig, zu ihren Vorbildern zählen Funkgrößen wie Maceo Parker, James Brown und Bootsy Collins, aber auch HipHop-Legenden wie Guru oder Q-Tip. Entsprechend fresh gestaltet sich die musikalische Stilrichtung: Funk trifft Rap, das ist jedoch nicht nur eine Symbiose, sondern ein Lebensgefühl, das sogar den mächtigen Groove-Gott gnädig stimmt.“
- Gankino Circus
Noch eine Newcomerband aus dem Großraum Nürnberg mit Akkordeon und Cajon in folkloristischer Minimalbesetzung…
…„Gankino Circus ist ein reines Familienunternehmen und bietet traditionellen und untraditionellen Zirkus, der mit viel Liebe und Können dargeboten wird. Neben dem normalen Tourprogramm werden auch Sondergastspiele in Fußgängerzonen und auf Marktplätzen gegeben. Zudem gastiert der Zirkus bei Stadt- und Dorffesten, in der örtlichen Pils-Bar, bei Festivals und anderen Aktivitäten.“
- The Green Apple Sea
Eine der besten Bands mit Wahlheimat Nürnberg. Wunderschöne Lofi-Singer-Songwriter Ohrwürmer, intensiv präsentiert und mit wunderbaren Gesangsarrangements garniert…
…“Man denke sich die Kings of Convenience im Heuschober oder die Turin Brakes in noch mehr Folk: dicht gepresster Harmoniegesang, zwischen den kein Blatt mehr passt, zu schlichter, gleichwohl warmer Begleitung: akustische Gitarren, ein rappeliges Besenschlagzeug, mal eine Orgel, ein Schellenkranz, dann wieder ein Harmonium – das war´s auch fast schon. Sonnengelber Folk-Pop mit Melodien, die so ins Ohr gehen, dass man glaubt, sie schon immer zu kennen“
- Yohto
Nürnberger Urgesteine, Kulturpreisträger und Helden der hiesigen Reggaeszene, mit wesentlich mehr als Offbeats im Programm und tollen Frontmännern…
…“ Funky Hip Hop Grooves, Dancehall und feinster Rootsreggae, treibender Latin, kickende Elektrobeats. Es werden keine Genregrenzen geachtet, geschweige denn eingehalten. Hauptsache eigenständig und live! Der musikalische Rundumschlag der Band wird vom einzigen durchgängigen Stilmittel der Combo – dem jamaikanischen Akzent der beiden Sänger – veredelt: der „Jamaican Flavoured Livesound“!“
- O’ Death
Trash Country aus Amerika…
…“Ein Sauna Aufenthalt mit einer Herde Bisons ist nicht halb so gefährlich oder beeindruckend wie ein O’Death konzert. Fünf Männer bekleidet mit drei T-Shirts, zwei Bärten und reichlich Tattoos, kommen auf die Bühne, schnappen sich ihr spärliches Instrumentarium: eine akustische Gitarre, ein Banjo, eine Fiddle, ein Bass, ein gepimptes Schlagzeug (angereichert mit Ketten, Gaskannen und Ähnlichem) um plötzlich einen infernalischer Lärm auszubrechen. Stampfen, Schreien, Schwitzen, Brüllen … so physisch dass man sich fast fürchtet. Die Augen des Sängers rollen manisch nach hinten, der Banjo Player bearbeitet sein Instrument mit dem fiebrigem Verve eines hinterwäldlerischen Santanas. Der Schlagzeuger drischt auf seinen Schrottplatz ein, dass man sicher ist, er verspeist Kleinkinder zum Frühstück, und der Bassist ist so stoisch und dann doch wieder vehement, dass er subtil angsteinflössend bleibt … soch die archaischen Klänge hallen nicht nur so im Kopf wieder sondern beleben längst verstaubte Synapsen zu neuem Leben, bis man sich selbst das Shirt vom Körper reisst, (obwohl man sich mit 22 geschworen hat das nie mehr zu machen) Refrains werden a capella mit den feiernden Fans zusammen gesungen, nein geshoutet. Eine sinistere Magie hängt im Raum. Willkommen in der Welt von
O’Death! Willkommen zu einem Haufen Outlaw-Weirdos, der eine Metropole zum Kochen bringen kann. Und willkommen zu ihrem Debut Album “Head Home”.“
- Fatima Spar & die Freedom Fries
Swing, Balkansound auf höchstem musikalischem Niveau mit einer unglaublichen Sängerin als Frontfrau.
…“Fatima Spar und die Freedom Fries sind inzwischen musikalisch beinah überall zuhause, dementsprechend haben sie mit ihrer außergewöhnlichen Live-performance in mittlerweile 22 Ländern, von New York über Istanbul bis Paris und Kiev das Publikum zu begeistern verstanden, und das auf großen Festivalbühnen ebenso wie in kleinen Clubs.
Die charismatische Frontfrau Fatima Spar bezaubert und berührt sowohl mit ihren anspruchsvollen Texten, wie auch mit den vielen Facetten ihrer großen Stimme, während
ihre Freedom Fries allesamt ihre Wurzeln gekonnt zu einer aufregende Mischung aus Swing, Calypso und südost-europäischer Musik verbinden.
Sogar ein Kapazunder wie Peter Sellars (New Crowned Hope Festival/London) zeigte sich hingerissen, ebenso wie das finnische Radio, das türkische Fernsehen oder die BBC, auf denen Fatima Spar und die Freedom Fries regelmäßiges Airplay genießen.“
Brückenfestival 2008
Freitag / 15.08.08 / 17.00 – 0.00 Uhr
Samstag / 16.08.08 / 14.00 – 0.00 Uhr
Unter der Theodor Heuss Brücke am Pegnitzgrund / Nürnberg
Eintritt frei an beiden Tagen
Aftershowparty Brückenfestival 08
Samstag / 16.08.06 / ab 0.00 Uhr in der DESI / mit Hellfire Club
Homepage:
www.bruecken-festival.de







