23.05.2008
20:00
Referend's Revenge (Mannheim) & Sonic Flowers (Nbg.)

REFERND’S REVENGE - Hartnäckig halten sich Gerüchte um geheime Seancen der Band, die vor Zeiten aufbrach den Deltablues mit Pauken und Trompeten in die Clubs quer durch Europa zu tragen. Während sich das elfköpfige Polyglott Mardi Gras.bb seit 1999 zwischen Ragtime und Swing, Blues und Rock’n’Roll, Country und Soul, Punk und Pop durch alles frisst, was schüttelt, klappert und rollt, die Konzertsäle zwischen Moskau und Quebec erschüttert, zum „Teutonic Phenomenon“ avancierte und so weltweit trotz anhaltender Ungehörigkeit gegenüber den Konventionen des internationalen Pop-Biz weit über 100.000 Schallplatten verkaufte....
 
...während sich die Band, die man nicht mehr näher vorzustellen braucht, zum Global Player  aufschwang, ließen es sich die Dissidenten um Doc Wenz und Reverend Krug nicht nehmen, ihren Spaß auch jenseits der geläufigen Mardi Gras.bb-Koordinaten zu suchen und zu finden. Unter dem Pseudonym REVEREND’S REVENGE zelebrierte man das Andere, das Abseitige, das Überbordende, das auch schon immer zum Herzen der Hydra gehörte, hier und da aber der großen konzeptionellen Idee Platz machen musste.
 
Neben Krug und Steven Gaeta, Kennern bekannt als Bassist der legendären Universal Congress Of oder als Mastermind seiner Band Kool Ade Acid Test, fanden sich im Studio Doktor Wenz himself an der Tiger Orgel, Maria Timm Wachmann, engelhafter Choral der dänischen Pop-Ikone The Broken Beats, sowie die gesamte Mardi Gras.bb-Posse nebst Anhang ein. Man ahnt: Was des Reverend’s Cinemaskopisten auf „Ooh Wah Wah“ unter der Soutane tragen, ist ein dionysisches Surf & Boogaloo-Spektakel der andern Art. www.hazelwood.de


SONIC FLOWERS - Gegründet 1999 aus Mitgliedern der Pickles und Tristan and the Rosewood gestaltet sich die erste geplante Bandprobe etwas ruppig: Robin, damals Gitarrist in spe, hält am Nachmittag zuvor die Hand in die Kreissäge, die das letzte Gelenk seines Zeigefingers abknabbert – durchaus ein Nachteil für einen Gitarristen. 6 Wochen später steht er dann im Übungsraum, reckt triumphierend seinen Stumpen in die Luft und die Band kann loslegen. Songs entstehen, indem man sich grundsätzlich auf einige Töne einigt und sich dann daran hält – ebenfalls zumindest grundsätzlich. Ergebnis sind Gassenhauer, die sich am britischen Beat der 60er Jahre orientieren. Einfache, klare Songstrukturen, getragen von verzerrter Gitarre und schwirrender Orgel, untermauert von Wummerbass und Ballertrommeln. Live sprengt das Temperament der Band oft spontan die Songstrukturen und Peter Kern, Höllenorgler und Head of Kapelle, bricht auf zum Spaziergang um sein Instrument, bearbeitet die Tasten von der Seite, von vorne und von hinten und kehrt schließlich hinter seine Orgel zurück, Zeichen für die anderen Jungs, dass sein Solo nun beendet ist. Mehr gibt’s eigentlich nicht zu sagen – anschauen!! www.myspace.com/thesonicflowers

Referend’s Revenge (Mannheim) & Sonic Flowers (Nürnberg)
Freitag, 23.05.08, Einlass: 20.00h / Ende: 04.00h, Eintritt: 10,-€

Location:
MUZ Club
Fürther Str. 63, 90429 Nürnberg