22.10.2008
20:00
Fotos (Hamburg), John Goldtrain (Köln) & DJ Alex

FOTOS - Auf insgesamt mehr als 100 Shows in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Belgien, Holland, Frankreich und England, verdrehten Fotos den Leuten musikalisch den Kopf. Rockstars sind Fotos immer noch nicht, denn ihnen mangelt es an Allüren. Und ja, sie und ihre Musik sind dafür ohnehin viel zu ehrlich.

Mit ihrem makellosen Britpop-Debüt „Fotos“ haben Tom Heßler (Gesang/Gitarre), Frieder Weiss (Bass), Deniz Erarslan (Gitarre) und Benedikt Schnermann (Schlagzeug) sich selbst die Latte ziemlich hoch gelegt. Jetzt erschien am 28. März 2008 das zweite Album mit dem Titel „Nach dem Goldrausch“.

Zwischen damals und heute liegen über zwei Jahre, die nicht spurlos an ihnen vorbeigegangen sind. Die haben geprägt, die haben verändert. Ziel des neuen Albums war es, ein unprätentiöses, ja unmännliches Album zu schreiben. Es ist ein enorm zielsicheres, leichtfüßiges Album geworden. Das ungeduldige Gezerre der Gitarren ist zurückgedrängt worden zugunsten zahmerer elektronischer Effekte. Aber der Impuls, sich mit dem, was man hat, nicht zufrieden zu geben, glüht fort. Und wenn man genau hinhört, wird man vielleicht feststellen, dass „Nach dem Goldrausch“ gar nicht so anders ist, wie es zunächst erscheinen mag. www.myspace.com/fotosmusik


JOHN GOLDTRAIN - Jede Wette: Wer ohne Hintergrundinformationen die ersten Aufnahmen von John Goldtrain zu hören bekommt und den Entstehungsort und den Entstehungszeitpunkt der Songs erraten soll, der wird nie im Leben richtig liegen. Köln? 2008? Wie bitte? Nein, diese Musik ist völlig zeitlos, und wenn man sie irgendwo verorten würde, dann vielleicht in den USA, dem Land, wo sich Folksänger schon seit den 60ern mit großen Rockbands ausstaffieren.

John Goldtrain – wer sich so einen Namen zulegt, der will sich nicht messen lassen mit irgendwelchen Indie-Kapellen. So einer will eigentlich auf Tour mit Bob Dylan, ins Studio mit Prince und in fünf Jahren die Villa direkt neben der vom Boss beziehen. Das sollte drin sein. Denn zuckersüße Balladen wie „Curious“, Stadionhymnen wie „Used To Be A Child“ oder der lässig ins clubtaugliche Folkgewand übergeführte HipHop-Klassiker „No Diggity“ von Blackstreet  gehören – ungelogen – eigentlich in die amerikanischen Top 10. Geht alles nicht als deutscher Musiker? Lieber erst kleine Brötchen backen? Drauf gepfiffen: John Goldtrain stellt sich direkt mal mit einer siebenköpfigen Kapelle auf die Bühne, inklusive zweier Backgroundsängerinnen. Wer hoch hinaus will, muss schließlich groß anfangen.

Aber wer ist denn jetzt eigentlich dieser John Goldtrain? Ok, verraten wir’s:
Keshav Purushotham, auch bekannt als Sänger von Timid Tiger. Ein junger Mann, der in Köln wohnt, dank seines indischen Vaters (ein professioneller Perkussionist) aber in der Welt zuhause ist. Denn schon als Säugling krabbelte Keshav in exotischen Ländern auf Bühnen und in Backstageräumen herum.

Zu dem jugendlich-hippen Britpop der Tiger gibt es bei John Goldtrain wenig Berührungspunkte. Nenn’ es traditionell, aber diese Musik braucht nicht die Gnade des Zeitgeistes, um cool zu sein. Das hier ist erdiger Sound, der trotzdem funkelt. Das hat Wärme, das hat Glam. John Goldtrain, you´re the man! www.myspace.com/johngoldtrain

Fotos (Hamburg), John Goldtrain (Köln) & DJ Alex
Mittwoch, 22.10.08, Einlass: 20.00h / Ende: 05.00h, Eintritt: 10,-€

Location:
MUZ Club
Fürther Str. 63, 90429 Nürnberg