Nach langjähriger Zusammenarbeit in den verschiedensten musikalischen Formationen hat das Trio ein intuitives Miteinander erreicht, das es den 3 Instrumentalisten erlaubt, ohne vorherige Absprachen miteinander zu improvisieren. Stilistisch entwickelt sich dabei eine große Bandbreite (Jazz, Rock, Ethno, Klassik), die lediglich durch die Instrumentierung begrenzt ist.
Wie schon von Haus auf – und wie auch jeweils immer wieder zuvor – entstand, so auch neulich, entgegen jeglicher hehren Vorstellung (übrigens einer garantiert filigran durchstrukturierten Beratergesellschaft drumherum zum Trotz) eine zunächst unverständliche, aber immerhin für den Anfang tonal anmutende atmosphärische Rhythmik, sozusagen eine ätherisch blubbernde Audioplastik, wie aus einem einzigen Wortlaut geformt, oder anders ausgedrückt: aus der Mitte eines großen Fragezeichens heraus. Solchermaßen beflügelt entwickelte sich diese gleichsam dreidimensional hervorwölbende Nabelschau zunächst zur Vorhut einer komplexen Durchdrungenheit, welche allerdings später das erwartungsgemäße Ausrufezeichen ständig zu verfehlen schien. Aber eben nur scheinbar, denn in Wirklichkeit organisierte sich da langfristig, nach und nach, prophetisch, schützend, zu jeder Zeit arbeitend, stets dazwischenfunkend – zack zack zack – ein strömender Bilderberg, mal eine purzelnde Melodie, mal ein zusammengeballter Donnergroll, gleichsam auf der Flucht vor unwesentlichen, mafiösen, ja ekelerregenden Schlagzeilen, bedrohlichen weil unpersönlichen Tsunamen und sinnlosen so genannten Reizen. Keine willkürliche Misswirtschaft jedweder Angriffsgegner möglich!, intrigante Zersetzungen nur als drastische Erscheinung denkbar! Beinahe hätte das Ganze zum generellen Neustart geführt, doch die inzwischen mächtig ausgewucherte Erscheinung wurde – nebenbei bemerkt gemeinhin viel zu gut für die Realität – zum Selbstläufer fortgeschritten, zum Faß ohne Boden entzerrt und letzten Endes zur ausführenden Nummer sozialisiert, anschließend elegant als Projektion einer viel zu einfachen Antithese auserkoren und, wie in solchen Fällen nicht anders zu erwarten – genau genommen eigentlich schade! –, ad acta gelegt.
Seit dieser Zeit trifft man sich.
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